GMP für die Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle (QK) ist ein zentraler Aspekt in der Herstellung von Wirkstoffen und Arzneimitteln und für die Sicherstellung und den Nachweis der Produktqualität unumgänglich

Valicare bietet umfangreiche Dienstleistungen für die GMP-konforme Qualitätskontrolle an.

In der pharmazeutischen Qualitätskontrolle sind eine Vielzahl an GMP-Regularien einzuhalten und es ist absehbar, dass diese Anforderungen in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. Für die Jahre 2021/2022 sind alleine vier neue bzw. überarbeitete Richtlinien des International Council for Harmonisation of Technical Requirements for Pharmaceuticals for Human Use (ICH) mit Aspekten zur Qualitätskontrolle angekündigt. So werden zum Beispiel in der neuen ICH Q14 Vorgaben zur Methodenentwicklung festgeschrieben, während in der überarbeiteten ICH Q2(R2) detailliertere Anforderungen an den Umfang der Methodenvalidierung vorgesehen sind.

 

Interdisziplinäre Valicare-Teams aus erfahrenen und hochqualifizierten Biologen, Chemikern, Ingenieuren und Pharmazeuten haben in den letzten Jahren im Bereich der Qualitätskontrolle eine Vielzahl an Kunden-Projekten erfolgreich durchgeführt. Unsere Experten beraten und unterstützen Sie themenübergreifend in allen Aspekten der Qualitätskontrolle. Dazu zählen der eigentliche Aufbau und die Etablierung/Entwicklung einer Qualitätskontrolle, das Risikomanagement, die Qualifizierung von Geräten und Räumen wie auch die Festlegung von Spezifikationen und die Validierung von Prozessen und Methoden bis hin zur korrekten Dokumentation und Prüfung im Rahmen der Implementierung.

 

Durch die breit gefächerten Schwerpunkte unserer Experten ist es uns möglich, diese Dienstleistungen sowohl im Bereich der niedermolekularen Wirkstoffe (Small Molecules) als auch speziell für Arzneimittel neuartiger Therapien (Advanced Therapy Medicinal Products, ATMPs) anzubieten. Wir begleiten Projekte in allen Entwicklungsphasen, angefangen bei neuen Wirkstoffen (New Chemical Entity, NCE; New Biological Entity, NBE; Investigational New Drug, IND) über klinische Studien und Zulassung bis hin zu Fragestellungen der Marktversorgung.

Risikomanagement in der QK

In der Qualitätskontrolle wie auch in anderen regulierten Bereichen sind Risikoanalysen zu einer Vielzahl an Fragestellungen durchzuführen. Die Qualifizierung der Analysegeräte, die Entwicklung und Validierung der analytischen Methoden, die Erstellung von Anweisungen und Protokollen und nicht zuletzt die Festlegung von In-Prozesskontrollen und Spezifikationen basieren auf Risikoanalysen. Weitere Informationen hinsichtlich unserer Dienstleistungen zu risikobasierter Vorgehensweise finden Sie hier.

  • Entwicklung/Anpassung einer Kontrollstrategie für die QK

    Valicare berät Sie bei der Entwicklung oder der Anpassung von Kontrollstrategien für Ihren Wirkstoff oder Ihr Fertigarzneimittel basierend auf der Identifizierung von kritischen Prozessparametern (Critical Process Parameter, CPP) und Qualitätsattributen (Critical Quality Attributes, CQA). Als unabhängiger Beratungsdienstleister nutzen wir dabei einen objektiven Blickwinkel auf die Problemstellung und entwickeln die notwendigen Handlungsempfehlungen.

     

    Basierend auf Ihrem Prozess und Ihren Fragestellungen beraten und unterstützen wir Sie schon während der Entwicklungsphase in Ihren Laboren und können Ihnen aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen auch die zu den Methoden passenden Laborgeräte empfehlen. Wenn Sie die QC auslagern möchten oder sehr spezielle Analysemethoden benötigen, schlagen wir Ihnen gerne passende zertifizierte Dienstleister vor.

    Die Kontrollstrategie muss die Erkenntnisse aus dem Verunreinigungsprofil, der geplanten Verwendung, den Risiken für das Vorhandensein von kanzerogenen und mutagenen Verunreinigungen und weiteren regulatorischen Vorgaben vereinen.

    Bei der Kontrollstrategie kann für viele Parameter, wie zum Beispiel für die Verunreinigung mit Schwermetallen oder eine mikrobielle Kontamination, auf standardisierte Vorgehensweisen zurückgegriffen werden. Zur Entwicklung der Kontrollstrategie des Verunreinigungsprofils hinsichtlich strukturell verwandter Substanzen, wie auch für mögliche ggf. kanzerogene oder mutagene niedermolekulare Verbindungen, wie sie prozessbedingt auch in Biologicals und ATMPs vorkommen können, sind leider aufwändigere Überlegungen notwendig. Im ersten Schritt werden zunächst mögliche Verunreinigungen identifiziert. Ausgehend von theoretischen Überlegungen kann vorhergesagt werden, welche Verunreinigungen zu erwarten sind, jedoch ist eine experimentelle Überprüfung absolut notwendig.

    Die Arbeitstechniken für die weitere Abklärung unterscheiden sich in Abhängigkeit der Art der Verunreinigung und der Art des Wirkstoffes. Für niedermolekulare Wirkstoffe und niedermolekulare Verunreinigungen sind andere Arbeitstechniken notwendig als für Biologicals und ATMPs.

  • Besonderheiten bei der Kontrollstrategie für niedermolekularen Verunreinigungen

    Bei der Entwicklung einer Kontrollstrategie hinsichtlich niedermolekularer Verunreinigungen müssen zuerst verschiedene orthogonale Trenntechniken ausgewählt werden, welche mit geeigneten Detektoren – für die zu erwartenden und möglichen unbekannten Verunreinigungen – kombiniert werden. Im Falle von prozessbedingten möglicherweise zu erwartenden kanzerogenen oder mutagenen Verunreinigungen sind diese, sofern möglich,  als Standardsubstanz zu beschaffen, um diese als Vergleichssubstanzen mitzuführen. Zur Detektion kann im einfachsten Fall auf die UV-Adsorption zurückgegriffen werden, jedoch ist hierfür ein geeignetes Chromophor in allen potentiellen Analyten notwendig. Zusätzlich ist oftmals die Auswahl anderer Detektionsprinzipien notwendig, welche alle jeweils Vor- und Nachteile aufweisen. Zum Beispiel kann basierend auf der Fragestellung die Detektion mittels einem Lichtstreudetektor (Evaporative Light Scattering Detector, ELSD) oder Massenspektrometrie (MS) erforderlich sein, wobei unter diesem Überbegriff wiederrum eine Vielzahl an Methoden zusammengefasst sind.

    In die Überlegung müssen immer entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung bei der Kontrollstrategie berücksichtigt werden. Weitere Aspekte zu diesem Thema können Sie hier einsehen.

  • Besonderheiten bei der Kontrollstrategie für Biologicals und ATMPs

    Im Falle von Biologicals und ATMPs müssen zusätzlich zu der Betrachtung möglicher niedermolekularer Verunreinigungen zum Teil weitere Techniken für verwandte Substanzen angewendet werden. Die Analysentechniken hinsichtlich verwandter Substanzen bei Biologicals und ATMPs sind aufgrund deren Komplexität sehr breit gefächert. Dies ist vor allem für ATMPs, welche Zellen und/oder Zellbestandteilen beinhalten, der Fall. Die notwendigen Techniken/Methoden reichen von chronographischen Methoden, wie Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (High Performance Liquid Chromatography, HPLC) und Kapillarelektrophorese (Capillary Electrophoresis, CE) wie sie zum Beispiel zur Bestimmung und Analytik von Proteinen, Antikörpern aber auch für Gentherapeutika genutzt werden können, über Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction, PCR)-Analysen bis hin zu durchflusszytometrischen Analysen, wie sie zum Beispiel für Zelltherapeutika notwendig sind. Eine besondere Rolle spielt hierbei die Charakterisierung von unterschiedlichen Zellen/Zelltypen aufgrund spezifischer Oberflächenproteine, welche mit fluoreszenzgekoppelten Antikörpern detektiert und quantifiziert werden können. Fluorescence-Activated Cell Sorting (FACS), was eine Erweiterung dieses Prinzips darstellt, ermöglicht es bestimmte Zellen aus einer heterogenen Zellpopulation aufgrund spezifischer Oberflächeneigenschaften zu selektieren und separieren. Weitere Beispiele sind hier die Analytik hinsichtlich Host Cell Proteinen (HCP) mittels HPLC/CE-MS, die Detektion von fehlerhaften Sequenzen in einem mRNA Therapeutikum oder funktionelle Assays zur Überprüfung bestimmter Eigenschaften oder Interaktionen von Zellen oder Zellbestandteilen, wie z. B. die Immunsuppression. Kontrollstrategien für ATMPs bzw. deren Zwischenprodukte sind vor allem dann zu implementieren, wenn Freigabeprüfungen aus technischen Gründen nicht an der aktiven Substanz/dem fertigen Produkt durchgeführt werden können oder diese/dieses in nicht ausreichender Menge verfügbar ist.

    In die Überlegung müssen immer entsprechende Maßnahmen zur Risikominimierung bei der Kontrollstrategie berücksichtigt werden. Weitere Aspekte zu diesem Thema können Sie hier einsehen. 

  • Qualifizierung und Validierung in der QK

    Valicare bietet Qualifizierungen nicht nur für Geräte, Anlagen und Räume in der pharmazeutischen Produktion, sondern auch seit rund zehn Jahren im Bereich der Qualitätskontrolle an. Risikobasiert legen wir zusammen mit Ihnen den notwendigen Umfang der Qualifizierungen fest. Hierbei können wir herstellerunabhängig auf von uns erstellte Dokumente zurückgreifen oder kundenspezifische Dokumente verwenden. Basierend auf Ihren Anforderungen und Fragestellungen bieten wir Dienstleistungen von der Beratung über die Durchführung einzelner Teilaufgaben bis hin zu kompletten Qualifizierungskampagnen an. Dabei nutzen Ihnen unsere Erfahrungen aus einer Vielzahl erfolgreich durchgeführter Qualifizierungsprojekte. Zusätzlich können wir im Zuge der Qualifizierung auch die Computersystemvalidierung durchführen.

    Weitere Informationen zum Thema der risikobasierten Qualifizierung finden Sie hier.  

     

    Methodenvalidierung in der QK

     

    Valicare bietet seit mehreren Jahren vielfältige Dienstleistungen im Bereich der analytischen Methodenvalidierung an. Angefangen von Schulungen zu diesem Thema über die Beratung und die Erstellung von Vorgabedokumenten bieten wir Ihnen auch die Unterstützung bei der Planung, Dokumentation und Auswertung der Validierung an. Weitere Informationen zu unserem Leistungsspektrum im Bereich der Validierung analytischer Methoden finden Sie hier.